Zink – Immunaktivator gegen Erkältungskrankheiten

Da Zink als Bestandteil von mehr als 300 Enzymen an nahezu allen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist, wird es als eines der bedeutendsten Spurenelemente angesehen. Durch seine antioxidative Wirkung schützt es unsere Zellen und sorgt für eine ordnungsgemäße Zellteilung und DNA-Synthese. Auch bei der Erhaltung der Sehkraft sowie normaler Haut-, Haar- und Knocheneigenschaften spielt es eine wichtige Rolle.

Die entzündungshemmende Wirkung des Zinks hilft nicht nur bei Akne, Schuppenflechte und Neurodermitis, sondern auch bei Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut, beispielsweise Gastritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Zöliakie. Zinkgaben wirken sich auch bei Leberzirrhose und Diabetes II positiv aus, da in beiden Fällen oft ein Zinkmangel vorliegt. Wichtig ist eine ausreichende Zinkversorgung während der Wachstumsperiode, also im Kindes und Jugendalter damit es nicht zu Wachstums- und Entwicklungsverzögerungen kommt. Vor allem aber hat Zink wichtige immunologische Eigenschaften.

Es ist seit längerem bekannt, dass Zink die Immunabwehr in vielfältiger Weise unterstützt. Eine umfassende Cochrane-Analyse[14], bei der alle relevanten
Studien zu diesem Thema ausgewertet wurden, bestätigt, dass Zink bei Erkältungskrankheiten sowohl profilaktisch wirkt, als auch Dauer und Schwere der Erkrankungen vermindert.

So hemmt Zink u.a. die Vermehrung von Rhinoviren und trägt dazu bei, Erkältungen zu reduzieren. Auch bewirkt es, dass weniger häufig Antibiotika zum Einsatz kommen.

Da Zink in relativ geringen Mengen im Körper vorhanden ist, muss es konstant zugeführt werden. Gut bioverfügbar ist Zink, wenn es an untereinander verknüpfte
Aminosäuren gebunden ist. Dadurch wird das Spurenelement stabilisiert und kann in dieser organischen Form als natürlicher Komplex optimal aufgenommen werden.

Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. empfiehlt eine tägliche Zufuhr von etwa 15 mg Zink (Stillende und Schwangere 25 mg). Die Einnahme erfolgt am besten vor dem Schlafengehen. Vegetarier, Veganer, Sportler, Senioren, Diabetiker, Frauen, die Östrogenpräparate einnehmen und Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken, sollten besonders auf eine ausreichende Zinkzufuhr achten.

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Maiskolben100g Mais enthält ca. 3 mg Zink.

Haferflocken, Paranüsse, Linsen, Hirse und Käse enthalten ca. 3,0 – 4,5 mg Zink pro 100 g.

Da die Einnahme von organischem Schwefel (MSM) den Zinkbedarf erhöhen kann, ist bei einer längeren Einnahme von MSM die zusätzliche Gabe von 15 mg Zink pro Tag sinnvoll. Die Einnahme des Zinks erfolgt am besten spätabends.

Bezugsquellen