Spirulina – mit Calcium-Spirulan gegen Viren

Spirulina platensis werden als blaugrüne Mikroalgen bezeichnet. Genau genommen gehören sie – wie Afa Algen – zur Familie der Cyanobakterien.

Sie bestehen zu etwa 60 Prozent aus hochwertigem Eiweiß. In den Proteinen sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Außerdem sind unter anderem β-Karotin (Provitamin A), B-Vitamine und Vitamin K enthalten sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Calcium, Magnesium und reichlich Eisen. Nennenswert sind auch die Gehalte an hochwertigen Fettsäuren und Farbstoffen wie Chlorophyll und vor allem Phycocyanin. Spirulina zählt zu den basenbildenen Lebensmitteln.

Für das Wachstum von einem Kilogramm Spirulina-Biomasse wird 1,5 Kilogramm Kohlenstoffdioxid (CO2) verbraucht und ein Kilogramm Sauerstoff (O2) produziert. Die Produktion dieser hochwertigen Nahrung hat somit auch einen positiven Einfluss auf unser Klima.

Spirulina kommt in der Natur in stark alkalischen Salzseen (pH-Wert zwischen 9 und 11) vor. Sie besiedelt flache, subtropische bis tropische Gewässer mit hohem
Salzgehalt vor allem in Mittelamerika, Afrika und Australien. Kleine grüne Fladen, Dihe genannt, werden schon seit Urzeiten Soßen oder Suppen beigemischt und helfen so dem Kanembu-Stamm am Tschad-See bei einer ausgewogenen Ernährung. Auch die Azteken ernteten Spirulina am mexikanischen Texcoco-See.

Über die antivirale Wirkung von Spirulina
Wenn Viren Zellen angreifen, koppeln sie sich zuerst an die Zellmembran. Die Schutzwirkung des Calcium-Spirulans verhindert jedoch, dass Viren in die Zelle
eindringen können, womit eine Infektion verhindert wird. Der Virus bleibt stecken und kann sich nicht mehr replizieren.

Zu den medizinischen Wirkungen haben das französische Institut de Phytonutrition und das deutsche Institut IGV GmbH mittlerweile sechzehn internationale Studien verschiedenster Art registriert, die folgende Effekte des Calcium-Spirulans beschreiben:[44]

  • antiviral (Herpes, HIV)
  • antitumoral
  • blutgerinnungshemmend (anticoagulant)
  • herzschützend (angioprotektiv)

 

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spirulina

Anfang der Neunziger Jahre wurde in Spirulina platensis das danach benannte Polysaccharid Calcium-Spirulan entdeckt.

In unserer heutigen Zeit ist Japan Spitzenreiter in Produktion und Verbrauch von Spirulina. Dort hatte man schnell erkannt, dass die kleine grüne Mikroalge mit einem Minimum an Rohmaterial und Energie ein Maximum an Nährwerten liefert.

Bezugsquellen