Probiotika – für eine gesunde Darmflora

Probiotika auf Basis von Milchsäurebakterien haben eine lange Tradition. Ilja Metchnikow (russischer Immunologe und Nobelpreisträger) erklärte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dass Milchsäurebakterien Fäulnisprozesse im Darm unterbinden. Die lange Lebensdauer der Bulgaren erklärte er mit dem hohen Verzehr von Kefir in diesem Land.

Die heutige Forschung bestätigt diese Annahmen. In großen internationalen und unabhängigen Studien zeigte sich, dass Probiotika:

    • die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers stärken.
    • helfen, Infektionskrankheiten zu verhindern.
    • Durchfallerkrankungen (z.B. bei Rotaviren oder Antibiotikatherapien)
      verhindern oder die Erkrankungszeit verkürzen.
    • die Milchzuckerverdauung bei Menschen mit Laktoseintoleranz verbessern.
    • helfen, dass Schulkinder weniger oft erkranken.
    • die Wirksamkeit von Vitalstoffen verbessern, da diese von einem gesunden Darm besser vom Körper aufgenommen werden können.

Doch Achtung: Die Menge der Probiotika in speziell damit beworbenen Nahrungsmitteln wie Joghurt und neuerdings auch Quark, Käse oder Wurst ist durchwegs als gering bis vernachlässigbar einzustufen. Hinzu kommt, dass viele Bakterien während der Magenpassage zerstört werden.[28]

Dem kann begegnet werden, indem für ein Probiotikum nur Milchsäurebakterien ausgewählt werden, welche eine natürliche Resistenz gegen Magensäure aufweisen. Dadurch kann bei der Herstellung des Produkts auf schützende Hilfs- und Zusatzstoffe verzichtet werden. Diese würden den Organismus nur unnötig belasten. Das beste Produkt, dass ich in diesem Bereich kenne ist BactoFlor von Intercell. Die nachfolgende Beschreibung führe ich hier an, damit deutlich wird, auf welche Faktoren bei den empfindlichen Milchsäurebakterien geachtet werden muss.

Um probiotische Kulturen längere Zeit haltbar zu machen, wird den Zellen durch Gefriertrocknung Wasser entzogen, bis deren Stoffwechselaktivität praktisch den Stillstand erreicht. Sobald die Zellen erneut mit Wasser in Kontakt kommen, wird ihr Stoffwechsel wieder in Gang gesetzt, und sie rekonstituieren sich zu biologisch aktiven, vermehrungsfähigen Organismen.

Dennoch verlieren auch gefriergetrocknete Kulturen allmählich innerhalb weniger Wochen bis Monate (abhängig von Lagerbedingungen und Umweltfaktoren) ihre Lebensfähigkeit. Um ausreichend hohe Keimzahlen über die gesamte Lagerzeit zu gewährleisten, werden die Bakterien mit zwei unterschiedlichen Maßnahmen stabilisiert:

Zunächst werden die Kulturen bereits vor der Gefriertrocknung mikroverkapselt. Dies verleiht dem Zellgerüst der Bakterien Stabilität, sodass die empfindlichen
Kulturen den Gefriertrocknungsprozess im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren besser überstehen und in höheren Konzentrationen erhalten bleiben. Während der anschließenden Lagerzeit sind sie so vor äußeren Einflüssen besser geschützt und haltbarer.

Nach Fertigstellung der Kapsel wird als zweite Maßnahme die Lagerstabilität durch die Auswahl optimaler Verpackungsmaterialien gesichert. Das Ziel ist ein möglichst hoher Schutz vor Sauerstoff und Wasserdampf. Hierfür bieten Alu-Alu-Blister die beste Option, d.h. die Kapseln werden beidseitig von einer Aluminiumschicht umhüllt, die undurchlässig gegenüber Sauerstoff und Wasserdampf ist.[29]

Last but not least: Nur durch eine ausreichende Anzahl von Milchsäurebakterien (BactoFlor enthält 20 Mrd. Keime pro Dosis) kann eine entsprechende Wirkung erzielt werden.

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verdauungssystem

Ich empfehle die Einnahme von BactoFlor durch 3×20 Tropfen Rechtsmilchsäure (RMS) zu ergänzen, da sich die Milchsäurebakterien dann besser entfalten können.

Bezugsquellen