Nahrungsenzyme

Etliche Enzyme bildet unser Körper selbst, aber viele sind auch in rohen, frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln enthalten. Diese Nahrungsenzyme helfen vor allem bei der Verdauung. Nehmen wir rohes Obst oder Gemüse zu uns, so werden bis zu 70 % dieser Kost bereits mit Hilfe der darin enthaltenen Enzyme verdaut.

Wärme über 65 °C zerstört Enzyme. Ihre chemische Struktur bleibt dabei zwar erhalten, aber sie verlieren das, was sie zu Enzymen macht: ihre Enzymkraft, d.h. ihre Fähigkeit, als biologische Katalysatoren im Körper notwendige chemische Reaktionen, z. B. Verdauungsprozesse, zu veranlassen.

Kein Wunder, dass unsere Nahrung bei all dem gekochten, gebratenen, gedünsteten, durch Erhitzen haltbar gemachten Essen kaum noch Enzyme enthält. Denn was passiert nun? Unsere Bauchspeicheldrüse muss permanent Schwerstarbeit leisten, um all die Enzyme zu produzieren, die für die Verdauung erforderlich sind. Ist es da ein Wunder, dass die Bauchspeicheldrüse unter dieser Belastung krank werden kann?

Ein wesentlicher Punkt kommt hinzu: Wenn wir enzymreiche Kost zu uns nehmen, wird unsere körpereigene Enzymproduktion von der Herstellung von Verdauungsenzymen
entlastet und hat freiwerdende Kapazität, um all die anderen Enzyme zu bilden, die für die Erhaltung oder Wiederherstellung unserer Gesundheit notwendig sind.

Daher verdienen neben den bisher beschriebenen Mikronährstoffen auch Nahrungsenzyme unsere Aufmerksamkeit. Diese können wir durch Rohkost oder entsprechende Ergänzung mit Enzym-Präparaten aufnehmen, um unser lebenspendendes Enzympotential zu erhalten.

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Für unsere Gesundheit ist es wichtig, was und wie wir essen. Genauso entscheidend ist es aber, wie wir die aufgenommenen Speisen verdauen. Hier spielen Nahrungsenzyme, wie sie zum Beispiel in naturbelassener Kost vorkommen, eine bedeutende Rolle, denn diese werden zur Gewinnung von Körperenergie und zur Regelung aller Körperfunktionen benötigt. Die Fähigkeit, Nahrung richtig und vollständig zu verstoffwechseln, ist der Schlüssel zu unserer Vitalität!

Bezugsquellen