Magnesium

Laut der „Nationalen Verzehrsstudie“ erreichen nur 15 % der Bevölkerung die Referenzwerte für die Magnesiumeinnahme nicht. Aufgrund der essentiellen Bedeutung von Magnesium darf es an dieser Stelle dennoch nicht unerwähnt bleiben, zumal viele Menschen Magnesium ohnehin als Nahrungsergänzung einnehmen.

Sei es die Funktionsfähigkeit von ca. 300 verschiedenen Stoffwechselkatalysatoren, die Stabilisierung von Membranen, Eiweißen und Nukleinsäuren, die Erregungsleitung an Nerven- und Muskelzellen, die Hormonfreisetzung oder die Knochenfestigkeit – alle diese Prozesse und Funktionen werden gestört, wenn der Körper zu wenig Magnesium zur Verfügung hat.

Primäre Ursachen für einen Magnesiummangel sind die zu geringe Magnesiumaufnahme durch einseitige Kostformen und eine zu geringe Nahrungszufuhr – insbesondere im Alter. Die Magnesiumresorption im Darm oder die Rückresorption in der Niere kann jedoch auch genetisch bedingt beeinträchtigt sein. Ursachen für schwere Mangelzustände rühren meist von Nierenfunktionsstörungen, langandauerndem Durchfall, chronischen Darmentzündungen, schlecht eingestelltem Diabetes mellitus oder von Fehlernährung beim Alkoholismus.

Auch verschiedene Medikamente, vor allem Diuretika, Antibiotika und Chemotherapeutika, beeinträchtigen die Magnesiumbilanz. Mangelsymptome wie Reizbarkeit, Müdigkeit, rasches Erschöpftsein, innere Unruhe, Kopf- und Rückenschmerzen sowie natürlich das Leitsymptom Muskelkrämpfe beruhen oft darauf, dass die körpereigenen Magnesiumspeicher erschöpft sind.

Es macht Sinn, die Dosierung auf mehrere Tagesgaben zu verteilen, weil die Resorptionsrate dann wesentlich höher ist als bei einer einmaligen Gabe. Magnesiumcitrat ist als organische Magnesiumverbindung wegen der besseren Bioverfügbarkeit dem anorganischen Magnesiumcarbonat vorzuziehen.

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cashew100 g Cashewkerne enthalten 270 mg Magnesium.

Die empfohlene Tagesdosis für Magnesium beträgt 300 mg. Während schwerer Erkrankungen, in der Schwangerschaft und beim Leistungssport ist der Bedarf jedoch höher.

Zum Auffüllen der Magnesium-Speicher und für einen therapeutischen Erfolg ist eine Gabe von 600 mg Magnesiumcitrat pro Tag über mindestens vier Wochen notwendig.

Bezugsquellen