Kakao

Kakao ist in seiner beliebtesten Darreichungsform, der Schokolade, im wahrsten Sinn des Wortes in aller Munde; betrachtet man jedoch die Umstände rund um den Kakaoanbau kann einem dabei schnell der Appetit vergehen.

Der weitaus größte Teil des Kakaos stammt aus extrem unfairem Handel, bei dem die Löhne der Kleinbauern und Landarbeiter kaum existenzsichernd sind. Ausbeutung und Kinderarbeit bis hin zu Kinderhandel und Sklaverei sind in Westafrika grausame Wirklichkeit. Die den Kakaohandel global marktbeherrschenden Firmen bekleckern sich dabei nicht gerade mit Ruhm, denn trotz gegenteiliger Versprechen hat die Kinderarbeit sogar zugenommen.

Doch auch der Markt für fair gehandelten Kakao wächst, und immer mehr Kakoliebhaber schätzen dabei den Genuß des Ursprünglichen, wie z.B. bei handgeschälten Bio Kakaobohnen in Rohkostqualität.

Gerade bei Kakao werden durch eine schonende Verarbeitung die wichtigen Vitalstoffe (Calcium, Kalium, Eisen und besonders Magnesium sowie die wertvollen, kakaotypischen Antioxidantien) bestens erhalten. Für die bekannte stimmungsaufhellende Wirkung des Kakaos sorgen Theobromin, Serotonin und Dopamin. Insgesamt sind ca. 300 verschiedene Bestandteile des Kakaos analysiert und zahlreiche Studien belegen die gesundheitsfördernde Wirkung.

Die positiven Effekte des Kakaos betreffen das Herz-Kreislauf- und das Nervensystem, das lymphatische und hormonelle System wie auch das Immunsystem. Der HDL-Cholesterinspiegel wird durch Kakao erhöht und der LDL-Cholesterinspiegel sinkt. Die Durchblutung des Gehirns wird verbessert und auch eine blutdrucksenkende Wirkung ist nachgewiesen. Kakao verbessert die Insulinempfindlichkeit, hat eine leistungssteigernde Wirkung und verzögert die Hautalterung. Die im Kakao enthaltenen Flavonoide verbessern die kognitiven Fähigkeiten von älteren Menschen und erhöhen die Konzentrationsfähigkeit.

 

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kakao_2Die Hauptanbaugebiete des Kakaos haben sich von Mittelamerika nach Afrika verlagert. Das Land mit der größten Kakaoproduktion der Welt ist die westafrikanische Elfenbeinküste.

Von industriell hergestellten Kakaopulvern, die zum größten Teil aus Zucker bestehen und oft nur zu einem Viertel Kakao enthalten, ist dringend abzuraten.

Ich empfehle ungeröstete Kakaobohnen in Rohkostqualität, aber auch davon nicht mehr als ein paar Bohnen täglich. Gerne verzehre ich sie auch zusammen mit einer Dattel oder Feige.

Bezugsquellen