Eisen

Von Eisenmangel sind vor allem Frauen betroffen. Wie im Kapitel „Studienlage zur Vitalstoffversorgung“ schon beschrieben, nehmen 75 Prozent der Frauen zu wenig Eisen auf, denn aufrund der Monatsblutung ist der Eisenbedarf entsprechend erhöht. Aber auch bei Nieren-, Darm- und anderen Krebserkrankungen ist oft ein Eisenmangel gegeben.

Dies kann neben der bekannten Blutarmut Auswirkungen auf den ganzen Körper haben, denn es sind sowohl das Gehirn mit dem zentralen Nervensystem, das Herz-Kreislaufsystem als auch das Stoffwechselsystem betroffen. Entsprechend können die Symptome vielfältig sein (z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, Herz-Rhythmus-Störungen, Atemnot, Erschöpfung, Muskelschwund und Appetitlosigkeit). Auch Haut, Haare und Nägel, das Immunsystem und die Libido können bei Eisenmangel Ausfallerscheinungen aufweisen.

Es scheint so, dass die Versorgung mit Eisen über die Nahrung vor allem für Vegetarier und Veganer schwierig ist, denn nur Fleisch enthält das gut verwertbare zweiwertige Häm-Eisen. Das in Pflanzen enthaltene Eisen ist fast ausschließlich anorganisches dreiwertiges Eisen, dass erst in zweiwertiges Eisen umgewandelt werden muss und daher in wesentlich geringerem Maße bioverfügbar ist. Mikroalgen, wie Spirulina und Chlorella enthalten jedoch eine hohe Eisenkonzentration, die bei gleichzeitigem Vorhandensein von genügend Vitamin C auch maßgeblich zur Eisenversorgung beitragen können.

In Indien wurde eine Studie an 54 vegetarisch lebenden Kindern mit Eisenmangel durchgeführt. Allein durch die Gabe von 2 x 100 mg Ascorbinsäure (Vitamin C) täglich konnte der Eisenstatus deutlich verbessert werden. In der Placebogruppe gab es keinen Effekt  (Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4019257).

Liegt ein Verdacht auf einen Eisenmangel vor, sollte ein Arzt oder Heilpraktiker aufgesucht werden, denn bei der Therapie sind viele Faktoren zu beachten. Besonders schlechte Eisenwerte können weder durch die Ernährung noch durch Nahrungsergänzungen oder eisenhaltige Säfte ausgeglichen werden. Hier bedarf es der gezielten Eisenzufuhr per Infusion bei gleichzeitiger Kontrolle der Blutwerte.

Die Eisenaufnahme wird vor allem durch Kaffee und schwarzen Tee gehemmt. Dagegen ist wiederum Vitamin C der wirksamste Förderstoff der Eisenresorption. Es kann den eisenhemmenden Effekt vieler Wirkstoffe aufheben.[3]

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spirulinaCa. 14 g Spirulina enthält die empfohlene Tageszufuhr von 14 mg Eisen. Entscheidend ist die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C, damit dieses Eisen auch ausreichend verwertet werden kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, je nach Alter und Geschlecht, 10 – 12 mg Eisen pro Tag. Für die Stillzeit werden 20 mg, während der Schwangerschaft 30 mg pro Tag empfohlen.

Bei erhöhtem Eisenbedarf (s.o.) oder bei einem moderaten Eisenmangel empfehle ich neben Spirulina den innovativen Mikronährstoff-Komplex Eisen-lntercell®. Er enthält Eisen in organisch gebundener, zweiwertiger Form zusammen mit Vitamin-C-Pellets, welche die Eisenaufnahme fördern.  Eisen-lntercell® ist veganen Ursprungs!

Bezugsquellen für Eisen-lntercell® und Spirulina