Eisen

Von Eisenmangel sind vor allem Frauen betroffen. Wie auf Seite 11 schon beschrieben, nehmen 75 Prozent der Frauen zu wenig Eisen auf. Hinzu kommt der Eisenverlust durch die Monatsblutung. Aber auch bei Nieren-, Darm- und anderen Krebserkrankungen ist meist ein Eisenmangel gegeben.

Dies kann neben der bekannten Blutarmut Auswirkungen auf den ganzen Körper haben, denn es sind sowohl das Gehirn mit dem zentralen Nervensystem, das Herz-Kreislaufsystem als auch das Stoffwechselsystem betroffen. Entsprechend können die Symptome vielfältig sein (z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, Herz-Rhythmus-Störungen, Atemnot, Erschöpfung, Muskelschwund und Appetitlosigkeit). Auch Haut, Haare und Nägel, das Immunsystem und die Libido können können bei Eisenmangel Ausfallerscheinungen aufweisen.

Grundsätzlich gilt: Sofern eine ausreichende Versorgung allein aus der Nahrung sichergestellt werden kann, ist eine Einnahme von Eisenpräparaten nicht angeraten, denn diese können leicht überdosiert werden.

Immer wieder kommt es auch zu schweren Vergiftungen, wenn kleine Kinder an solche Präparate gelangen und sie in großen Mengen zu sich nehmen.

Liegt ein Verdacht auf einen Eisenmangel vor, sollte ein Arzt oder Heilpraktiker aufgesucht werden, denn bei der Therapie sind viele Faktoren zu beachten. Besonders schlechte Eisenwerte können weder durch die Ernährung noch durch Nahrungsergänzungen oder eisenhaltige Säfte ausgeglichen werden. Hier bedarf es der gezielten Eisenzufuhr per Infusion bei gleichzeitiger Kontrolle der Blutwerte.

Die Eisenaufnahme wird vor allem durch Kaffee und schwarzen Tee gehemmt. Dagegen ist wiederum Vitamin C der wirksamste Förderstoff der Eisenresorption. Es kann den eisenhemmenden Effekt vieler Wirkstoffe aufheben.[3]

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spirulina100g Spirulina enthalten 5,1 mg Eisen (36% EU-RDA).

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, je nach Alter und Geschlecht, 10 – 12 mg Eisen pro Tag. Für die Stillzeit werden 20 mg, während der Schwangerschaft 30 mg pro Tag empfohlen.

Eisen ist z.B. in Petersilie, Minze, Brennnesseln, Thymian, Kürbiskernen, Hirse, Kakaopulver, Sojabohnen, Chlorella- und Spirulina Algen, Amaranth, Aprikosen und Baobab-Fruchtpulver enthalten.

Bezugsquellen für Spirulina Algen