Weitere Kokosprodukte

Kokosblütenzucker
Kokosblütenzucker, auch Kokospalmzucker genannt, wird in Handarbeit aus dem Blütennektar der Kokospalme hergestellt. Sinnvollerweise sollte er von Kokospalmen
stammen, die in Permakultur-Gärten kleiner Kooperativen wachsen. Für die Food and Agriculture Organization der UN gilt er als der nachhaltigste Zucker überhaupt.

Die Herstellung des Kokosblütenzuckers
Der Nektar der Palmblüten tropft langsam in die eigens dafür angebrachten Auffanggefäße. Nach dem Einsammeln wird der Nektar gekocht und zu Granulat verarbeitet. Kokoszucker wird von der lokalen Bevölkerung in traditioneller Handarbeit hergestellt und verhilft vielen Menschen auf Java zu einem fairen und geregelten Einkommen.

Durch sein natürliches Karamellaroma eignet sich Kokosblütenzucker gut zum Verfeinern von Desserts, Müsli und Getränken. Auch zum Backen und Süßen von Tee ist  Kokosblütenzucker eine gute Alternative zu raffiniertem Zucker.

Kokosblütenzucker enthält weniger Kalorien als Rohrzucker und hat einen weit höheren Nährstoffgehalt als die meisten anderen Süßmittel. Ähnlich wie bei Kokoswasser finden wir einen hohen Gehalt an Kalium, Magnesium, Zink und Eisen. Auch ist er eine natürliche Quelle für die Vitamine B1, B3, B6 und C.

Kokosblütennektar
Kokosblütennektar süßt ähnlich wie Ahornsirup. Er wird nachhaltig aus den Blüten von Kokospalmen gewonnen. Durch ein spezielles Vakuumverfahren wird der Saft bei geringer Hitze eingedickt. Diese schonende Verarbeitung verleiht dem Nektar ein fruchtiges Aroma. Anders als herkömmlicher Zucker ist Kokosblütennektar nährstoffreich. Er enthält wichtige Aminosäuren und hat einen niedrigen glykämischen Index.

Kokosraspeln
Kokosraspeln werden aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss hergestellt. Am besten verwendet man naturbelassene Kokosraspeln in Bio-Qualität. Damit veredelt man Süßes wie Deftiges gleichermaßen. Ungebleichte Kokosraspeln kann man z.B. ganz klassisch in Wokgerichte oder Müsli streuen. Ideal sind sie für Smoothies aber auch Kuchen, Kekse, Eis oder ein Linsengericht,  Asiasauce und Salatdressings: Kokosraspeln sind vielseitig verwendbar und haben einen hohen Gesundheitswert.

Kokosmus
Koskosmus wird aus dem ganzen Fruchtfleisch erntefrischer, optimalerweise biologisch angebauter Kokosnüsse gewonnen. Bei der Produktion sollte ein besonders schonendes Mahlverfahren angewendet werden.

Bei Müdigkeit versorgt uns ein Esslöffel davon, ebenso wie Kokosöl, schnell mit neuer Energie.

Da Kokosmus in der Regel keine Zusätze enthält, schmeckt es wie frisch von der Kokospalme und schenkt Gerichten einen unvergleichlich milden Tropentouch.

Es kann roh sehr variabel eingesetzt werden, z.B. für Grüne Smoothies, Dressings, Eis, Dips, Drinks u.v.m. In der heißen Küche verfeinert es aromatische Currys (nur kurz im Wok mitrühren – zum Anbraten das Kokosöl verwenden), und man kann es auch nach dem Braten oder Kochen zu Gemüse oder Reis, Saucen und Suppen geben.

Kokosmehl
Wer zu gesunden Ballaststoffen greifen möchte, um seiner Verdauung auf die Sprünge zu helfen, der bekommt mit Kokosmehl ein wahres Talent an die Hand, denn es liefert weitaus mehr Ballaststoffe (38 %) als die meisten anderen Mehle: Gegenüber weißem Weizenmehl enthält es fast die zehnfache Menge.

Hergestellt wird es aus dem Fruchtfleisch der frisch verarbeiteten Kokosnüsse. Kokosmehl empfiehlt sich nicht nur wegen des wunderbar zarten Geschmacks sondern hat auch weniger Kalorien als andere Mehle. Es ist gluten- und laktosefrei.

Verwendung: Bis zu 25 % der im Backbuch angegebenen Weizenmehl-Menge kann man durch Kokosmehl ersetzen. So wird das Gebäck ballaststoffreicher. Auch der Eiweißgehalt steigt, denn Kokosmehl besteht zu fast 20 Prozent aus Eiweiß. Der Zuckeranteil kann reduziert werden, da das Kokosmehl eine natürliche Süße besitzt.

1-2 EL täglich in Wasser oder Tee sind ausreichend, um die empfohlene Menge an Ballaststoffen zu erhalten. Kokosmehl regt den Stoffwechsel und somit die Fettverbrennung an.

Kokoswasser
Bevor die Kokosnuss Fleisch ansetzt, enthält sie eine klare, wässrige und wohlriechende Flüssigkeit, die kaum Fett enthält: Kokoswasser.

Kokoswasser hat nach Angaben der ayurvedischen Medizin unter anderem eine blutverdünnende, infarktprophylaktische Wirkung. Gleichzeitig wirkt es diuretisch und reinigt die Nieren bis hin zur Auflösung von Nierensteinen.

Eine Studie der Universität Innsbruck ergab, dass Testpersonen, die Kokoswasser zu sich nahmen, zunehmend aktiver wurden. Sie waren auch besser gestimmt und weniger leicht reizbar als zuvor.

Besonders auffällig war der Anstieg der Leistungsfähigkeit der Testpersonen, welcher vermutlich direkt mit dem Mineralstoffspiegel in Zusammenhang steht. Die Wissenschaftler stellten zudem einen deutlichen Rückgang der Harnsäure fest, was wohl auf die Aktivierung der Zellreinigung von toxischen Substanzen durch Kokoswasser zurückzuführen ist.

Die Studie zeigt, dass Kokoswasser einen wichtigen Beitrag zur Entschlackung des Körpers und zur Behebung von Übersäuerung leistet. In naturbelassener Form ist es als idealer Durstlöscher nicht nur ein qualitativ hochwertiges Nahrungsmittel, sondern eignet sich auch hervorragend für moderne Fasten- und Regenerationstherapien sowie als isotonisches Getränk für Sportler.[51]

Ein weiterer Effekt des Kokoswassers ist seine Unterstützung bei der Amalgamausleitung. Dies ist >>hier beschrieben.

zum nächsten Kapitel >Olivenöl

kokosnuss

Da Kokosblütenzucker nicht raffiniert ist, wird die enthaltene Energie nur nach und nach freigesetzt. Dadurch wirkt er ausgleichend auf den Insulinspiegel und kann bei Diabetikern die Glukose- und Lipidwerte verbessern.

Bezugsquellen