Bio Kokosöl – VCO (Virgin Coconut Oil)

Kokosöl ist ein außergewöhnlich wertvolles Öl für die Gesundheit. Neben all seinen Vorteilen für die Gewichtsreduktion, einen gesunden Cholesterinspiegel, einen aktiven Stoffwechsel und ein starkes Immunsystem, kann Kokosöl sogar die Symptome von Alzheimer lindern, denn es gleicht die, bei dieser Krankheit vorliegende, Energieunterversorgung des Gehirns aus.

Einige Studien weisen darauf hin, dass die Gehirnzellen von Alzheimer Patienten Glucose nur noch unzureichend nutzen können und dadurch absterben (man nennt dies auch Diabetes des Gehirns). Doch interessanterweise kann unser Gehirn neben Glucose auch noch eine alternative Energiequelle nutzen – die so genannten Ketone. Unser Körper kann beispielsweise in Hungerzeiten, wenn wir keine Kohlenhydrate – und damit auch keine Glucose – zu uns nehmen, aus gespeicherten Fettsäuren Ketone bilden und so das Gehirn trotz Glucose-Mangels mit Energie versorgen.

Ketone können jedoch auch direkt aus den sogenannten „mittelkettigen Triglyceriden“ (MCTs) produziert werden. Diese kommen in der Natur vor allem in nicht gehärtetem, nativem Kokosöl vor. Nehmen wir also Kokosöl zu uns, werden die enthaltenen MCTs direkt in Ketone umgewandelt. Im Vergleich zu den meisten Fetten werden diese nicht zuerst im Fettgewebe gespeichert sondern liefern dem Gehirn sofort neue Energie.[20]

Fett dient vor allem als Energiereserve. Fettlösliche Vitamine können nur bei ausreichendem Fettangebot absorbiert werden. Eine zu geringe Fettaufnahme ist ungesund. Fettarme und kohlenhydrathaltige Kost hat einen sehr geringen Sättigungswert. Hierdurch wird man schnell wieder hungrig und isst letztlich mehr. Außerdem werden überflüssige Kohlenhydrate in Körperfett umgewandelt. Fettreiche Nahrung dagegen schmeckt nicht nur besser sondern wird auch langsamer verdaut und sättigt dadurch länger.

Ohne Frage brauchen wir die essentiellen ungesättigten Fette. Die Omega-3-Fettsäure ALA (Alpha-Linolensäure) findet man vor allem in kaltgepressten pflanzlichen Ölen wie Leinöl, Hanföl, Walnussöl, Weizenkeimöl und Rapsöl (die wichtigste Omega-3-Fettsäure DHA ist auf Seite 17 beschrieben). Jedoch, die noch heute weit verbreitete medizinische Schulweisheit, Kokosfett sei gesundheitsschädlich, weil es fast nur gesättigte Fettsäuren enthält, ist schlüssig widerlegt. Fett ist nicht ungesund, nur ein hochwertiges Fett muss es sein.

Das übliche Verfahren der Kokosfettproduktion ist die Pressung von COPRA. Dies sind unter Einsatz von Leichtbenzin extrahierte und raffinierte Fette, die zuvor bei über 120 °C mehrere Tage lang in Öfen getrocknet werden. Unter Einsatz von Schwefeldioxid oder anderen Mitteln wird das herkömmliche Kokosfett
dann zusätzlich konserviert. Bei vielen Kokosfetten erfolgt noch die Härtung der (ca. 8 %) ungesättigten Fettsäuren. Dabei entstehen ungesunde Transfette, und
der Konsum dieser Produkte ist nicht ratsam.

Zwischen kaltgepresstem Bio-Kokosöl und herkömmlichem Kokosfett
liegen allein schon vom Herstellungsverfahren her Welten.

Natives Bio-Kokosöl* ist hingegen ein reines, naturbelassenes Produkt, das aus kontrolliert biologisch angebauten Kokosnüssen durch kalte Pressung gewonnen und nur filtriert wird. Es wird nicht gebleicht, desodoriert, gehärtet oder raffiniert und behält alle seine natürlichen Inhaltsstoffe. Auch der typisch liebliche
Duft und der Geschmack nach Kokos bleiben erhalten. Kokosöl ist unraffiniert bis zu 24 Monate haltbar. Es unterscheidet sich von anderen pflanzlichen Ölen und Fetten vor allem dadurch, dass es überwiegend aus gesättigten Fettsäureglyceriden besteht und daher sehr oxidationsstabil ist. Daher wird es auch kaum ranzig.

In der Küche zeichnet sich KokosÖl durch seine hohe Hitzestabilität aus, weshalb es als Brat- und Frittierfett bestens geeignet ist. Es ist auch eine gesunde
Alternative zu Butter und Margarine, da es die bekannten Nachteile von beiden Produkten nicht aufweist. Kokosfett enthält zu rund 50 Prozent Laurinsäure, die bezeichnenderweise auch in der Muttermilch enthalten ist und der zahlreiche positive Eigenschaften zugeschrieben werden**. Es findet auch Anwendung als Salbengrundlage und im kosmetischen Ayurveda.

Da Kokosöl den Stoffwechsel anregt und nur wenig ins Fettgewebe eingelagert wird, ist es sogar ein Mittel zum Abnehmen, wenn man gleichzeitig die übrige Fett- und Kohlenhydratzufuhr verringert. Es fördert die Verdauung sowie die Nahrungsabsorption und ist eine gesunde, schnelle Energiequelle.

In gesundheitlicher Hinsicht werden dem Kokosöl viele positive Eigenschaften zugeschrieben:

  • Abwehr von Viren, Bakterien, Parasiten und Pilzen
  • Entzündungshemmung (z.B. bei Morbus Crohn)
  • Abwehr von Osteoporose und Arteriosklerose
  • Entlastung der Bauchspeicheldrüse
  • Förderung gesunder Schilddrüsenfunktion
  • Vorbeugung von Hautkrebs und Altersflecken
  • Kräftigung des Haares und Verminderung von Schuppen[21]
  • Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen, wie Alzheimer und Parkinson

**Laurinsäure zerstört Krankheitserreger, wie Grippe- Herpes- und Hepatitis-C-Viren und regt die Produktion des gefäßschützenden HDL-Cholesterins an.

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kokos

*Öl oder Fett?
Kokosöl erstarrt bei Temperaturen unter etwa 24 °C zu einem festen Fett. In den tropischen Ursprungsländern ist es jedoch meist als flüssiges Öl bekannt. Deshalb sind beide Begriffe – Kokosöl und Kokosfett – durchaus zulässig, wenn auch etwas verwirrend.

V.C.O. in der täglichen Anwendung

V.C.O. ist ein ideales Brat- und Frittierfett, weil es im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzenölen hitzestabil ist. Nicht nur für asiatische Gerichte im Wok – auchzum Beispiel für Gemüsebratlinge in der Pfanne ist Kokosöl eine gesunde Alternative.

Kokosöl eignet sich hervorragend zum Backen. Es ist sehr reichhaltig, und man braucht meist weniger Fett, als im Rezept angegeben ist.

Es ist auch die ideale Alternative als Brotaufstrich. Bei Zimmertemperatur ist es streichfähig wie Margarine. Probieren Sie mal ein Vollkornbrot mit Kokosöl und
Fruchtaufstrich!

V.C.O. ist als Massageöl und für Ayurveda-Anwendungen bestens geeignet, da es nur langsam in die Haut einzieht und für eine gute Griffigkeit beim Massieren sorgt.

Kokosöl kann zur Haarpflege und als angenehm duftendes, pflegendes Badeöl verwendet werden.

Einen guten Einblick in das Thema bietet auch „Natives Kokosöl – Genial, gesund und lecker“ von Reinhard Jäger (auf truenatureverlag.de als PDF-Download).

Bezugsquellen